Premiere: Weihnachten in Lönneberga mit Michel

Traditionell zum Jahresende wird auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ-Berlin ein neues Stück aufgeführt. Dieses Jahr wurde mit Spannung „Michel: Weihnachten in Lönneberga“ erwartet. Unsere Redaktion war wie gewohnt wieder ganz vorne dabei und berichtet in diesem Beitrag über das äußerst gelungene Stück.

Foto: Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ-Berlin

Schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung kommen Besucher*innen ins FEZ, um die besten Plätze im Saal zu erhaschen. Kurz vor 11 Uhr bewegt sich die Masse in Richtung Saal und wir nehmen auch unsere Plätze ein. Die allbekannte Durchsage „Bitte leise sein und Handys aus“ und schon erschienen die ersten Darsteller auf der Bühne.

Die Hauptstory des Stückes besteht darin, dass Michel wie immer nur Unfug macht und dafür von seinem Vater ständig bestraft wird, indem er ihn in den Schuppen sperrt. Seine Schwester „klein Ida“ will jetzt auch in den Schuppen, um Michels selbstgeschnitzte Holzfiguren zu begutachten. Michel rät ihr, wenn sie bestraft werden will, müsse sie Blödsinn machen, damit ihr Vater sie einsperrt.

Im Laufe der Geschichte decken Michel und seine kleine Schwester auf, dass die Leiterin des Armenhauses die Armen unmenschlich behandelt und alle Spenden für sich behält und den Armen nichts abgibt. Listig bringen Michel und Ida sie zur Strecke. Doch als ihre Eltern rausbekommen, was sie getan hatten, schien Michel wieder bestraft zu werden. Ob Michel in den Schuppen muss und was aus den Armen und der bösen Armenhausleiterin geworden ist, erfahrt ihr im FEZ auf der Astrid-Lindgren-Bühne.

Noch bis zum 29. Dezember könnt Ihr Euch das Spektakel im FEZ-Berlin anschauen und danach noch bis zum 4. Advent über den kreativen Kinderweihnachtsmarkt Adventiamo schlendern.

Adventiamo – Der Kreativer Weihnachtsmarkt für Kinder im FEZ

Zur Weihnachtszeit gehört natürlich der Weihnachtmarkt. Fast jeder geht dort mindestens einmal im Jahr hin. Im FEZ-Berlin gibt es in der Weihnachtszeit vom 26.11. bis 18.12.2016 den traditionellen Kinderweihnachtsmarkt Adventiamo.

Jedes Wochenende steht der Kinderweihnachtsmarkt unter einem anderen Motto. So kann man jedes Wochenende etwas neues erleben. Am 26. und 27. November war „Weihnachten woanders“ das Thema. Dort konnte man erleben, wie Weihnachten woanders gefeiert wird und was Kinder zur Weihnachtszeit in anderen Ländern basteln und spielen? Am 3. und 4. Dezember wurde viel gebastelt, weil „Weihnachtliche Werkelei“ auf dem Plan stand. Zum 3. Advent am 10. und 11. Dezember stand der Weihnachtsmarkt unter dem Motto „Weihnachten früher“. Dort konnte man viel basteln, was früher die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekommen haben. Zum Schluss am 17. und 18. Dezember wird viel zur russischen Märchenweihnacht gemacht. Dort kann man basteln, singen, tanzen und kochen.

Auch die FEZblogger waren dort und haben viel erlebt: FEZbloggerin Anna gibt Euch Tipps mit DIY- Ideen. FEZblogger Anton erzählt Euch etwas über die Premiere von „Michel: Weihnachten in Lönneberga“ und FEZblogger David gibt Euch einen exklusiven FEZblogger-Jahresrückblick. Und ich war auf dem FEZ-Berlin-Weihnachtsmarkt.

Bei der Wichtel Nähwerkstatt konnte man verschiedene Kuscheltiere, Säckchen, Socken, Wichtel und Schneemänner nähen. In der Papierwerkstatt konnte man Mobilées und ein „Licht und Schattenspiel“ basteln. Bei der Stern-Bastel-Aktion konnte man aus Papier Fenstersterne, Fröbelsterne, Familiensterne, Glitzersterne und Papierleuchten falten. Man konnte außerdem Kerzen tauchen. Mit verschiedenen Farben konnte man Kerzen gestalten. Außerdem konnte man Adventskränze und Gestecke stecken und gestalten. Beim „Figuren bemalen“ konnte man seiner Kreativität freien Lauf lassen und mit verschiedenen Holzfiguren und Farben seine Holzfigur gestalten. Wer selber Weihnachtsmann/-frau werden mochte, konnte in der Sporthalle ein Weihnachtsmann/-frau-Training absolvieren.

Ein weiteres Angebot war das Kerzen und Figuren aus Bienenwachs bauen, z.B. einen Bienenstab, Stumpenkerzen, Adventskerzen und Kiefernzapfen. Aus Lebkuchen konnte man Vogelhäuschen machen. Auch Weihnachtskugeln konnte man dekorieren.

Wisst Ihr, was Weihnachts Encaustic ist?

Auch ein Weihnachts Encaustic konnte man gestalten und zwar mit einem Bügeleisen und Wachsmalstliften. Wer es selber einmal ausprobieren will, kann ins FEZ-Berlin kommen. Teddybären konnte man selber herstellen. Glocken konnte man auch selber bemalen und es gab eine Kreativitswerkstatt, in der man alles, was man machen wollte, machen konnte und Cake Pops konnte man auch wieder backen.

Auch ein Bühnenprogramm wurde geboten: Jede Halbe Stunde kam der Weihnachtsmann mit seinen Wichteln und hat eine schöne Show gemacht.

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Bis hoffentlich Januar
Euer FEZblogger Florian

1,2,3… Fertig ist die Weihnachtsbastelei!

Auf dem Kinderweihnachtsmarkt Adventiamo gibt es viele Bastelstände. Hier sind einmal zwei kinderleichte Basteltipps für ein weihnachtliches Feeling bei Euch zu Hause.

Foto: Anton

Tipp Nummer 1: Die Sternen Lichterkette

Ihr benötigt:

  • Kuchenteller als Schablone
  • Papier, Gold- oder Silberfolie
  • Nagelschere
  • Lichterkette
  • Klebeband

Zuerst schneidet Ihr Kreise mithilfe des Tellers aus, dann faltet Ihr den Kreis in der Mitte, sodass die Rundung genau aufeinanderliegt. Knickt diesen Halbkreis noch einmal, damit Ihr einen Viertelkreis erhaltet. Knickt das Papier noch weitere zwei Male jeweils mit der Kante aufeinander, bis Ihr ein schmales spitzes Dreieck erhaltet. Nun schneidet vorsichtig kleine Ecken in die Seiten Eurer Dreiecke. Schneidet die Spitze des Dreiecks ab und klappt das gefaltete Papier auseinander. Durch das kleine Loch in der Mitte des Papiers steckt ihr jeweils ein Licht der Lichterkette. Drückt den gebastelten Stern etwas zusammen und befestigt ihn mit Klebeband am Kabel.

Eine leichtere Alternative: Die Sterne lassen sich auch als Fenstersterne verwenden oder auf Weihnachtskarten kleben.

 

Tipp Nummer 2: Der bezaubernde Fensterengel

Ihr benötigt:

  • 3 Fichtenzapfen
  • 3 Holzkugeln (durchbohrt, 3,5 cm Durchmesser)
  • Juteschnur
  • Wollkordel in weiß (75 cm)
  • Filzstifte in rot und schwarz, Lackstift in weiß
  • Schwämmchen
  • Bohrer (2 mm Durchmesser)
  • Draht
  • Holzleim

In die Fichtenzapfen von oben Löcher (2 mm Ø) bohren. In diese wird ein Stück Draht gesteckt und fixiert. Ebenso in der Holzkugel befestigen. Dann mit der Juteschnur die Haare der Engel basteln. Eine Schnur als Aufhänger draußen lassen. Von der Wollkordel 25 cm abschneiden, zu einer „8“ legen und zusammenkleben. Die liegende „8“ nun von hinten mit einer Juteschnur an den Engel binden, vorne die Schnur zu einer Schleife binden. Zum Schluss das Gesicht aufmalen und mit einem Schwämmchen die roten Wangen auf tupfen.

Liebe Grüße aus dem FEZ
Eure Anna

Lasst die Puppen tanzen zum großen Jubiläum!

An diesem Wochenende wurde im FEZ-Berlin das 20. Puppentheaterfest – Das große Jubiläum gefeiert. Die Schirmherrschaft übernahm Christian Bahrmann, bekannt als Moderator von Kikaninchen und als Puppenspieler in seinem Berliner Theater Prenzlkasper. Auf 24 Bühnen wurden von 25 Gruppen aus Deutschland und China 14 Stunden nonstop Puppentheater geboten.

Foto: David

Foto: David

Zum 20. Mal kann die ganze Familie 14 Stunden nonstop Puppentheater schauen. Außerdem wurde vom 15.-18.11.2016 für Schulen und Kitas auch Puppentheater geboten. Wie immer konnten sich die ganze Familien auf ein anspruchsvolles, interessantes und tolles Programm freuen.

Es wurden über 100 Vorstellungen gezeigt wie z.B. „Das ist Anton Daumesdick“, „Das schönste Ei der Welt“, „Rotkäppchen“, „Alle seine Entlein“, „Leo und Lea“, „Aschenbrödel“ und viele, viele, viele, viele, viele mehr.

Ob die Geschichte vom beliebten „Grüffelo“, erzählt von den Hans Wurst Nachfahren, die Geschichte des „Kugelmenschen“ des Papiertheaters oder der Rabe Socke des Tearicolo Theaters mit Figuren„Jedes Spiel lebt von seinem eigenen Zauber“, meint Festivalleiterin Kathrin Völker-Krause.

Und auch „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivfürer“ gab es als Puppentheater. Ihr kennt die Geschichte um Jim Knopf vielleicht schon als Theaterstück. Es wird auch auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ-Berlin aufgefürt. Wer mehr zum Astrid-Lindgren-Bühnen-Stück erfahren will, kann Davids Beitrag vom Dezember 2015 lesen. Und die FEZblogger haben vor einem Jahr die Hauptdarsteller Annekathrin Bach (Jim Knopf) und Kay Dietrich (Lukas der Lokomotivführer) interviewt.

Die anderen FEZblogger waren auch beim 20. Puppentheaterfest – Das große Jubiläum. Und haben „Aschenbrödel – nur echt mir 3 Nüssen!“ (FEZbloggerin Anna), den „Grüffelo“ (FEZblogger Anton) sowie „Ali Baba und die 40 Räuber“ (FEZbloggerin Kristin) besucht.

Nicht nur Puppentheater wurde an diesem Wochenende im FEZ-Berlin geboten, sondern es gab auch viele Kreativ- und Mitmach-Angebote.

Foto: David

Foto: David

Beim Schattenspiel-Figurenbau und -Spielen konnte man sich zum Beispiel selbst Figuren bauen und danach das Schattenspielen ausprobieren. Ein weiteres Angebot war der Puppen- und Figurenbau. Dort konnte man mit verschiedenen Materialien Figuren bauen. Und auch Marionnetten aus Recyclingmaterial konnte man erschaffen.

Ich selbst habe das Stück „Käpt’n Sharky“ besucht.

Foto: Stefan P. Maatz

Foto: Stefan P. Maatz

Käpt’n Sharky und sein Freund Michi haben auf einem Schiff ein großes Abenteuer erlebt: Das Schauspiel hatte damit begonnen, dass der Erzähler an einer Bus Stadtion wartet, weil er keinen Bock mehr auf seine Arbeit als Zeitungsredaktur hat. Zuvor hatte er gekündigt und dabei erzählte er die Geschicht von Käpt’n Sharky. Am Ende der Geschichte kam der Erzähler zu dem Endschluss, ein Buch über Käpt’n Sharky und seine Abenteuer zu schreiben. Wer also Lust hat, kann sich zu Weihnachten die Geschichten von Käpt’n Sharky auch als Buch schenken lassen oder kommt im FEZ-Berlin bzw. dem Theater con Cuore vorbei.

Euer FEZblogger
Florian

Tradition trifft auf Vielfalt – Die Geschichte des Puppentheaters

Heutzutage begeistern die kleinen Figuren Zuschauer*innen auf der ganzen Welt. Auch im FEZ-Berlin gab es, während des 20. Puppentheaterfestes, eine große Zahl an Puppentheaterstücken, die besucht werden konnten. Groß war auch der Andrang der großen Zuschauer*innen. Mehr dazu lest Ihr in Florians Beitrag. Aus einfachsten Mitteln werden beim Figurentheater tolle Inszenierungen. Da lohnt es sich doch, einen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen. Denn schon vor vielen Jahrhunderten begann die Geschichte der Figuren und Puppen.

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Schon bei den antiken Griechen und bei den alten Ägyptern gab es Erwähnungen von beweglichen Figuren. Platon, ein griechischer Philosoph, beschrieb in seinen Schriften Figuren, die an Fäden hingen. Er benutzte sie als Bild, um die menschliche Abhängigkeit darzustellen. Auch in China wurden solche Spielfiguren vor über 1.000 Jahren erwähnt.

Im Mittelalter, viele Jahrhunderte später, gewannen Puppenspiele an kultureller Bedeutung. Vor allem an religiösen Feiertagen wurden sie benutzt, um christliche Glaubensinhalte unters Volk zu bringen.

Das Interesse wuchs stetig: Das Puppentheater verbreitete sich in die ganze Welt und gewann an Bedeutung. Um Wissen zu vermitteln und Erfahrungen zu gewinnen wurde die Kunst des Puppentheaters sogar bald an Schulen gelehrt. In Berlin an der Ernst-Busch-Hochschule und in Stuttgart gibt es sogar einen Studiengang, in dem man das Figurentheater spielen professionell erlernen kann. Einige Darsteller, die wir kennengelernt haben, waren sogar dort und haben ihr Können dort erlernt. Beispielsweise

Ziemlich sicher wird die Faszination um die kleinen Figuren ewig bestehen. Wie wir aus der Geschichte lernen konnten, war das Puppentheater nie nur für kleinere Zuschauer*innen gedacht. Es ist für alle Menschen gedacht, die sich an den verschiedensten Inszenierungen und Inhalten erfreuen können.

Euer David

„Kümmel öffne Dich“ – „Weizen öffne Dich“ – „Sesam öffne Dich“

Ali Baba und die 40 Räuber beim 20. Puppentheaterfest im FEZ

Beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin (mehr dazu in Florians Beitrag) wurde unter anderem das Theaterstück „Ali Baba und die 40 Räuber“ aufgeführt. Für Euch war ich vor Ort und habe hier ein paar Informationen zu der wunderbaren Vorführung.

Foto: David

Foto: David

„Ali Baba und die 40 Räuber“ ist eines der schönsten Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Jeder hat bestimmt schon einmal von dem Märchen gehört. Mindestens von dem Zauberwort, durch den sich ein Felsen auf magische Weise öffnet. Von Schätzen, Mut und Abenteuern erzählt diese Geschichte und wurde als Theaterstück heute im Mondraum des FEZ für alle Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene auf witzige Art und Weise aufgeführt – mit wundersamen Puppen aus Zeitungspapier…

In dem Stück und in der Geschichte geht es um den armen jungen Mann Ali Baba, der mit seiner Frau Fatima in der Wüste lebt. Als er eines Tages in den Bergen ist, sieht er, wie die 40 Räuber durch das Zauberwort „Sesam öffne dich“ in den Fels gelangen. Als sie hinausgehen, geht Ali Baba selbst in den Fels und findet dort viele Schätze. Nun weiß er, dass eine glückliche Zeit für seine Frau und ihn angebricht. Er nimmt etwas von dem Gold mit nach Hause und die beiden sind glücklich. Doch Fatima, die nicht auf die Bitten ihres Mannes eingeht, erzählt der Frau des reichen und geldgierigen Bruders von Ali Baba davon und die Geschichte nimmt ihren Lauf: Ali Baba erfährt davon, dass sein Geheimnis aufgeflogen ist und erzählt seinem Bruder, wo sich die Höhle mit dem Schatz befindet und wie er mit dem Zauberwort hinein gelangt. Sein Bruder nahm all das Gold, was er nur irgendwie tragen konnte, doch als er vor dem geschlossenen Felsentor stand, vergaß er das Zauberwort. In seiner Verzweiflung versuchte er sein Glück mit: „Kümmel öffne Dich“, „Weizen öffne Dich“ und „Kichererbsen öffnet Euch“, jedoch ohne Erfolg, sodass das Tor verschlossen blieb. Erst als die Räuber kamen, wurde der Fels wieder geöffnet. Wie die Geschichte weiter geht, erfahrt ihr in drei Wochen. Dann lüften wir das Geheimnis. Wer es bis dahin nicht aushalten kann, besucht andere Inszenierungen dieses Theaterstückes oder liest das Buch.

Das Stück wird vom marotte-Figurentheater um die 700 Mal im Jahr gespielt und ist wirklich etwas Besonderes. Nicht nur die lustige Erzählweise, sondern auch die Machart aus der die Figuren sind, ist einfach toll. Sie werden live während des Theaterstücks aus Zeitungspapier gebastelt. Die beiden, die die Geschichte erzählen, haben eine besonders freundliche, interessante und witzige Art, die auch kleinere Zuschauer begeistert. Thomas Hänsel studierte in der DDR in der Schauspielschule „Ernst Busch“ Puppenspielkunst und als er dann vor ein paar Jahren auf Rusen Kartalogu traf, war das Duo komplett.

Ich finde das gesamte Theaterstück einfach klasse, wie auch alle anderen FEZblogger, die mitgekommen sind. Danke!

Eure FEZbloggerin Kristin

Der Grüffelo beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin

Beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin ist auch dieses Jahr wieder viel los: Über 25 Vorstellungen sind über das ganze Wochenende auf unterschiedlichen Bühnen zu verfolgen. Unsere Redaktion hat sich vier Werke für Euch angesehen und versucht sie wiederzugeben.

Foto: Peter Adamik, Familienkonzert „Der Grüffelo“ von Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker

Foto: Peter Adamik, Familienkonzert „Der Grüffelo“ von Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker

Eine lange Schlange von interessierten Zuschauer*innen bildet sich vor der Astrid-Lindgren-Bühne, die größte, die das FEZ zu bieten hat. Um Punkt 14 Uhr ist Einlass und die Masse von Kindern und Eltern versucht, einen guten Platz zu ergattern. Unser Team hat sich bewusst in die letzte Reihe gesetzt, um am besten die Reaktionen der Zuschauer*innen einfangen zu können. Noch eine letzte Durchsage und schon wurde es dunkel. Die Masse verstummte und die Scheinwerfer gingen an…

Nun erst einmal ein paar Informationen zum Stück: Der Grüffelo (Originaltitel The Gruffalo) ist ein Kinderbuch der britischen Schriftstellerin Julia Donaldson, welches 1999 erschien und im selben Jahr auch noch in sämtlichen anderen Sprachen, unter anderem Deutsch, herauskam. Das Buch wurde zu einem weltweitem Bestseller und in Großbritannien gilt es sogar als moderner Kinderbuchklassiker. In der Aufführung im FEZ spielten und sprachen 4 Darsteller*innen mehrere Figuren und Gegenstände. Die Gruppe heißt Hans Wurst Nachfahren.

Aber jetzt weiter mit dem Stück: Die Story besteht aus zwei Teilen und zwar, dass eine kleine Maus durch den Wald spaziert und auf verschiedene Tiere trifft und dass die besagte Maus mit dem Grüffelo den gleichen Weg wieder zurück läuft.
Auf dem ersten Weg entgeht die Maus sämtlichen Tieren, die sie fressen wollen, indem sie ihnen erzählt, dass sie sich gleich mit dem Grüffelo trifft, von dem sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, dass er existiert. Jedem dieser Tiere beschreibt sie den Grüffelo als hässliches, behaartes Wesen mit einer giftigen Warze und dass er am liebsten das Tier isst, mit dem die Maus gerade spricht.
Im zweiten Teil taucht aus dem Hintergrund dann wirklich der Grüffelo auf und will die Maus auch essen. Aber so listig wie die Maus ist, sagt sie: „Alle Tiere im Wald fürchten sich vor mir.“ Daraufhin gehen sie zusammen durch den Wald und jedes Tier sieht nur den Grüffelo und rennt fürchtend weg, sodass der Grüffelo denkt, dass die Tiere wirklich vor der Maus Angst haben, aber in Wahrheit haben sie vor dem Grüffelo Angst. Am Ende lässt er die Maus am Leben.

Das Stück ist eine Kinderkomödie, die es auf jede Fall wert ist, sie zu sehen.