Ein zerbrechlicher Mann steht in seiner Küche. Seine Angehörigen und er wissen, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Sein Enkel hält diese letzten Monate mit seiner Kamera fest.
Heute war ich zusammen mit den FEZbloggern im Alice – Museum für Kinder im FEZ-Berlin. Wir haben die Ausstellung „Erzähl mir was vom Tod“ erkundet, die Kindern das vermeintliche Tabuthema Tod auf beeindruckende Art und Weise näher bringt. Dabei wird zwar auf der einen Seite Trauer thematisiert, auf der anderen Seite werden aber auch viele andere Facetten auf einer Reise in das Jenseits gezeigt.
Ich erzähle euch in diesem kurzen Text etwas über die Fotoausstellung „Großvater geht“, die ein Lebensende auf emotionale Art und Weise zeigt.

Auf den Bildern sieht man einen alten Mann in seinen letzten Monaten. Am Anfang kann er jegliche alltäglichen Dinge noch normal machen – z.B. sich rasieren, essen und gehen. Im Laufe der Bilderstrecke verschlechtert sich sein Zustand zunehmend. Langsam muss er beim Laufen gestützt werden. Er hat nicht mehr genügend Kraft, seinen Rasierer zu halten oder die Gabel zum Mund zu führen.
In den letzten Tagen seines Lebens liegt er nur noch im Bett. Er isst nicht mehr, kann nicht einmal auf Toilette gehen. Langsam merkt er, dass er des Lebens müde wird. Diese Redewendung benutzt man ja ansonsten meistens, wenn jemand etwas Verrücktes macht, was sein Leben in Gefahr bringen könnte.
Nach seinem Tod wird der Großvater nochmal in der Wohnung aufgebahrt, damit sich seine Familie ein letztes Mal von ihm verabschieden und ihm die letzte Ehre erweisen kann.

Das Alice – Museum für Kinder zeigt die Ausstellung noch bis einschließlich Juni 2018. Ein Besuch lohnt sich.

Euer Anton

Opa, erzähl mir was vom Tod

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