Im FEZ-Berlin fand am 28. und 29. April das Handfest Manos – alles handgemacht statt. Ein Event für alle von 6 bis 99 Jahren, das durch eine Mischung von allen Künsten, viel Kreativität, Gebärdensprache und Humor das Wunderwerk der Hand vermittelt. Ich habe mich über dieses Thema mit der Projektleiterin Saskia Thomas unterhalten, die Manos „einen Knaller in der Berliner Szene“ nennt, und herausgefunden, wie wichtig ein solches Event auch für die Gesellschaft ist.

Ich sehe mich im Foyer um. Vor mir unterhält sich eine Dolmetscherin mit einem Mann, der offensichtlich gehörlos ist. Sie erklärt ihm etwas in Gebärdensprache. Im Hintergrund läuft das Bühnenprogramm, es wird Klavier gespielt. Rings herum stehen überall kleine Stände, es finden verschiedene Workshops statt. Die Stimmung ist anders als sonst im FEZ. Schnell wird mir deutlich, was für eine Bedeutung so ein Event haben kann. Saskia erzählt mir, dass auf der Bühne im Laufe des Tages kleine Teaser gezeigt werden, um die verschiedenen Workshops vorzustellen. Außerdem finden Vorträge von Professor Doktor Digitus, Pantomime, das Fußtheater, viel Musikalisches und Kreatives statt. Immer wieder gibt es ein paar Walking Acts von der Jugendtheatergruppe Gavroche, die auf einfachste Dinge, die man mit den Händen tun kann, aufmerksam macht, wie das Winken und Verabschieden. Ausnahmslos alles wird in Gebärdensprache übersetzt, erklärt mir Saskia. Für die gehörlosen Menschen, die wie alle anderen die heutigen Aktionen im Haus besuchen, liegen an jedem Stand Zettel und Stifte aus, damit sie sich verständigen können, wenn sich dort nicht gerade eine der Dolmetscherinnen befindet. Alle gehörlosen Menschen sind willkommen und können an diesem Wochenende alles mitmachen, wie alle anderen. Wenn ihr noch mehr über Gebärdensprache erfahren wollt, empfehle ich euch Floras Interview mit der Studentin Elisabeth Anderson.

Als ich das FEZ schließlich verlasse, denke ich an den tollen Tag zurück. Ich konnte viele Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln. Falls es dieses Event noch einmal geben würde, kann ich es nur mit gutem Gewissen weiterempfehlen für jeden, der etwas über Gebärdensprache erfahren und die Einzigartigkeit der Hände entdecken will, egal welchen Alters.

Manos – „Ein Knaller in der Berliner Szene“

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