Ein Verkehrsmittel voller Wunder – Die Geschichte der Eisenbahn

Am ersten Wochenende nach den Herbstferien ging es im FEZ mit dem nächsten Highlight weiter: Vom 4. bis zum 6. November fand die Modellbahnausstellung statt und damit gab es im FEZ-Berlin eine Veranstaltung rund um das Thema Eisenbahn. Grund genug für uns ein Blick auf die lange Geschichte dieses weltbewegenden Verkehrsmittels zu werfen. Wir erklären Euch den Weg von der ersten Minenbahn, über die Pferdestraßenbahnen bis zu modernen Hochgeschwindigkeitszügen.

Foto: Kevin

Foto: Kevin

Schon vor Jahrtausenden benutzen Menschen den Vorteil von Spurrillen. Kluge Menschen erkannten, dass Karren in solchen Spurrillen deutlich einfacher zu bewegen waren. Vor einigen Jahrhunderten entwickelten sich dann die ersten Schienen, die unter anderem für den Bergbau verwendet wurden.

Aber um schwerere Lasten noch schneller zu transportieren, musste eine Alternative her.  1769 wurde dann von James Watt die erste Dampfmaschine entwickelt, aber nicht für die Schienen, sondern für die Straße. Jedoch stellte sich heraus, dass das Gefährt als zu groß und zu unbeweglich war. Aber seine Idee wurde wieder aufgegriffen. Und zwar von Ingenieuren, die das Potential einer solchen Maschine für die Schienen erkannt haben. Trotz vieler Niederschläge gaben die Lokomotivbauer nicht auf, so dass 1825 die erste Eisenbahnstrecke der Welt fertiggestellt wurde. Sie führte von Liverpool nach Manchester (England). George Stephenson plante die Strecken und baute die ersten Lokomotiven, die hier verkehrten.

Am 7. Dezember 1835 war es auch in Deutschland soweit: Es fuhr erstmals eine Eisenbahn auf deutschem Boden. Die Strecke führte von Nürnberg nach Fürth. Die „Adler“ war die erste Lokomotive, die Passagiere auf dieser Strecke transportierte. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h war die Lokomotive noch weit entfernt von heutigen Zügen, aber sie übertraf die Postkutschen bei weitem.

Der Siegeszug der Eisenbahn war nun unaufhaltsam. Schon 50 Jahre später gab es die ersten Prototypen elektrischer Eisenbahnen und schon 1881 verkehrte die erste elektrische Straßenbahn auf einer Teststrecke in Berlin-Lichterfelde. Bald rasten auch die ersten Schnellzüge durch Deutschland mit Höchstgeschwindigkeiten von über 160 km/h. Die Züge wurden im Verlauf der Zeit immer schneller. Der TGV (Hochgeschwindigkeitszug in Frankreich) stellte vor wenigen Jahren mit fast  580 km/h einen Geschwindigkeitsrekord auf. Seit mehr als 100 Jahren verkehren auch Straßenbahnen und U-Bahnen in unserer Stadt.

Viele sind von der Welt der „großen“ Eisenbahn so fasziniert, dass sie ihre Begeisterung auch in kleinen Modellbahnen zum Ausdruck bringen. Im FEZ-Berlin gab es dieses Wochenende die Möglichkeit, kleine beschauliche Dampflokstrecken und Hochgeschwindigkeitsstrecken bei der 6. Internationalen Modellbahnausstellung zu bewundern. Für alle Eisenbahn-Fans war etwas dabei.

Euer David

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.