Lasst die Puppen tanzen zum großen Jubiläum!

An diesem Wochenende wurde im FEZ-Berlin das 20. Puppentheaterfest – Das große Jubiläum gefeiert. Die Schirmherrschaft übernahm Christian Bahrmann, bekannt als Moderator von Kikaninchen und als Puppenspieler in seinem Berliner Theater Prenzlkasper. Auf 24 Bühnen wurden von 25 Gruppen aus Deutschland und China 14 Stunden nonstop Puppentheater geboten.

Foto: David

Foto: David

Zum 20. Mal kann die ganze Familie 14 Stunden nonstop Puppentheater schauen. Außerdem wurde vom 15.-18.11.2016 für Schulen und Kitas auch Puppentheater geboten. Wie immer konnten sich die ganze Familien auf ein anspruchsvolles, interessantes und tolles Programm freuen.

Es wurden über 100 Vorstellungen gezeigt wie z.B. „Das ist Anton Daumesdick“, „Das schönste Ei der Welt“, „Rotkäppchen“, „Alle seine Entlein“, „Leo und Lea“, „Aschenbrödel“ und viele, viele, viele, viele, viele mehr.

Ob die Geschichte vom beliebten „Grüffelo“, erzählt von den Hans Wurst Nachfahren, die Geschichte des „Kugelmenschen“ des Papiertheaters oder der Rabe Socke des Tearicolo Theaters mit Figuren„Jedes Spiel lebt von seinem eigenen Zauber“, meint Festivalleiterin Kathrin Völker-Krause.

Und auch „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivfürer“ gab es als Puppentheater. Ihr kennt die Geschichte um Jim Knopf vielleicht schon als Theaterstück. Es wird auch auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ-Berlin aufgefürt. Wer mehr zum Astrid-Lindgren-Bühnen-Stück erfahren will, kann Davids Beitrag vom Dezember 2015 lesen. Und die FEZblogger haben vor einem Jahr die Hauptdarsteller Annekathrin Bach (Jim Knopf) und Kay Dietrich (Lukas der Lokomotivführer) interviewt.

Die anderen FEZblogger waren auch beim 20. Puppentheaterfest – Das große Jubiläum. Und haben „Aschenbrödel – nur echt mir 3 Nüssen!“ (FEZbloggerin Anna), den „Grüffelo“ (FEZblogger Anton) sowie „Ali Baba und die 40 Räuber“ (FEZbloggerin Kristin) besucht.

Nicht nur Puppentheater wurde an diesem Wochenende im FEZ-Berlin geboten, sondern es gab auch viele Kreativ- und Mitmach-Angebote.

Foto: David

Foto: David

Beim Schattenspiel-Figurenbau und -Spielen konnte man sich zum Beispiel selbst Figuren bauen und danach das Schattenspielen ausprobieren. Ein weiteres Angebot war der Puppen- und Figurenbau. Dort konnte man mit verschiedenen Materialien Figuren bauen. Und auch Marionnetten aus Recyclingmaterial konnte man erschaffen.

Ich selbst habe das Stück „Käpt’n Sharky“ besucht.

Foto: Stefan P. Maatz

Foto: Stefan P. Maatz

Käpt’n Sharky und sein Freund Michi haben auf einem Schiff ein großes Abenteuer erlebt: Das Schauspiel hatte damit begonnen, dass der Erzähler an einer Bus Stadtion wartet, weil er keinen Bock mehr auf seine Arbeit als Zeitungsredaktur hat. Zuvor hatte er gekündigt und dabei erzählte er die Geschicht von Käpt’n Sharky. Am Ende der Geschichte kam der Erzähler zu dem Endschluss, ein Buch über Käpt’n Sharky und seine Abenteuer zu schreiben. Wer also Lust hat, kann sich zu Weihnachten die Geschichten von Käpt’n Sharky auch als Buch schenken lassen oder kommt im FEZ-Berlin bzw. dem Theater con Cuore vorbei.

Euer FEZblogger
Florian

Tradition trifft auf Vielfalt – Die Geschichte des Puppentheaters

Heutzutage begeistern die kleinen Figuren Zuschauer*innen auf der ganzen Welt. Auch im FEZ-Berlin gab es, während des 20. Puppentheaterfestes, eine große Zahl an Puppentheaterstücken, die besucht werden konnten. Groß war auch der Andrang der großen Zuschauer*innen. Mehr dazu lest Ihr in Florians Beitrag. Aus einfachsten Mitteln werden beim Figurentheater tolle Inszenierungen. Da lohnt es sich doch, einen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen. Denn schon vor vielen Jahrhunderten begann die Geschichte der Figuren und Puppen.

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Schon bei den antiken Griechen und bei den alten Ägyptern gab es Erwähnungen von beweglichen Figuren. Platon, ein griechischer Philosoph, beschrieb in seinen Schriften Figuren, die an Fäden hingen. Er benutzte sie als Bild, um die menschliche Abhängigkeit darzustellen. Auch in China wurden solche Spielfiguren vor über 1.000 Jahren erwähnt.

Im Mittelalter, viele Jahrhunderte später, gewannen Puppenspiele an kultureller Bedeutung. Vor allem an religiösen Feiertagen wurden sie benutzt, um christliche Glaubensinhalte unters Volk zu bringen.

Das Interesse wuchs stetig: Das Puppentheater verbreitete sich in die ganze Welt und gewann an Bedeutung. Um Wissen zu vermitteln und Erfahrungen zu gewinnen wurde die Kunst des Puppentheaters sogar bald an Schulen gelehrt. In Berlin an der Ernst-Busch-Hochschule und in Stuttgart gibt es sogar einen Studiengang, in dem man das Figurentheater spielen professionell erlernen kann. Einige Darsteller, die wir kennengelernt haben, waren sogar dort und haben ihr Können dort erlernt. Beispielsweise

Ziemlich sicher wird die Faszination um die kleinen Figuren ewig bestehen. Wie wir aus der Geschichte lernen konnten, war das Puppentheater nie nur für kleinere Zuschauer*innen gedacht. Es ist für alle Menschen gedacht, die sich an den verschiedensten Inszenierungen und Inhalten erfreuen können.

Euer David

„Kümmel öffne Dich“ – „Weizen öffne Dich“ – „Sesam öffne Dich“

Ali Baba und die 40 Räuber beim 20. Puppentheaterfest im FEZ

Beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin (mehr dazu in Florians Beitrag) wurde unter anderem das Theaterstück „Ali Baba und die 40 Räuber“ aufgeführt. Für Euch war ich vor Ort und habe hier ein paar Informationen zu der wunderbaren Vorführung.

Foto: David

Foto: David

„Ali Baba und die 40 Räuber“ ist eines der schönsten Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Jeder hat bestimmt schon einmal von dem Märchen gehört. Mindestens von dem Zauberwort, durch den sich ein Felsen auf magische Weise öffnet. Von Schätzen, Mut und Abenteuern erzählt diese Geschichte und wurde als Theaterstück heute im Mondraum des FEZ für alle Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene auf witzige Art und Weise aufgeführt – mit wundersamen Puppen aus Zeitungspapier…

In dem Stück und in der Geschichte geht es um den armen jungen Mann Ali Baba, der mit seiner Frau Fatima in der Wüste lebt. Als er eines Tages in den Bergen ist, sieht er, wie die 40 Räuber durch das Zauberwort „Sesam öffne dich“ in den Fels gelangen. Als sie hinausgehen, geht Ali Baba selbst in den Fels und findet dort viele Schätze. Nun weiß er, dass eine glückliche Zeit für seine Frau und ihn angebricht. Er nimmt etwas von dem Gold mit nach Hause und die beiden sind glücklich. Doch Fatima, die nicht auf die Bitten ihres Mannes eingeht, erzählt der Frau des reichen und geldgierigen Bruders von Ali Baba davon und die Geschichte nimmt ihren Lauf: Ali Baba erfährt davon, dass sein Geheimnis aufgeflogen ist und erzählt seinem Bruder, wo sich die Höhle mit dem Schatz befindet und wie er mit dem Zauberwort hinein gelangt. Sein Bruder nahm all das Gold, was er nur irgendwie tragen konnte, doch als er vor dem geschlossenen Felsentor stand, vergaß er das Zauberwort. In seiner Verzweiflung versuchte er sein Glück mit: „Kümmel öffne Dich“, „Weizen öffne Dich“ und „Kichererbsen öffnet Euch“, jedoch ohne Erfolg, sodass das Tor verschlossen blieb. Erst als die Räuber kamen, wurde der Fels wieder geöffnet. Wie die Geschichte weiter geht, erfahrt ihr in drei Wochen. Dann lüften wir das Geheimnis. Wer es bis dahin nicht aushalten kann, besucht andere Inszenierungen dieses Theaterstückes oder liest das Buch.

Das Stück wird vom marotte-Figurentheater um die 700 Mal im Jahr gespielt und ist wirklich etwas Besonderes. Nicht nur die lustige Erzählweise, sondern auch die Machart aus der die Figuren sind, ist einfach toll. Sie werden live während des Theaterstücks aus Zeitungspapier gebastelt. Die beiden, die die Geschichte erzählen, haben eine besonders freundliche, interessante und witzige Art, die auch kleinere Zuschauer begeistert. Thomas Hänsel studierte in der DDR in der Schauspielschule „Ernst Busch“ Puppenspielkunst und als er dann vor ein paar Jahren auf Rusen Kartalogu traf, war das Duo komplett.

Ich finde das gesamte Theaterstück einfach klasse, wie auch alle anderen FEZblogger, die mitgekommen sind. Danke!

Eure FEZbloggerin Kristin

Der Grüffelo beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin

Beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin ist auch dieses Jahr wieder viel los: Über 25 Vorstellungen sind über das ganze Wochenende auf unterschiedlichen Bühnen zu verfolgen. Unsere Redaktion hat sich vier Werke für Euch angesehen und versucht sie wiederzugeben.

Foto: Peter Adamik, Familienkonzert „Der Grüffelo“ von Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker

Foto: Peter Adamik, Familienkonzert „Der Grüffelo“ von Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker

Eine lange Schlange von interessierten Zuschauer*innen bildet sich vor der Astrid-Lindgren-Bühne, die größte, die das FEZ zu bieten hat. Um Punkt 14 Uhr ist Einlass und die Masse von Kindern und Eltern versucht, einen guten Platz zu ergattern. Unser Team hat sich bewusst in die letzte Reihe gesetzt, um am besten die Reaktionen der Zuschauer*innen einfangen zu können. Noch eine letzte Durchsage und schon wurde es dunkel. Die Masse verstummte und die Scheinwerfer gingen an…

Nun erst einmal ein paar Informationen zum Stück: Der Grüffelo (Originaltitel The Gruffalo) ist ein Kinderbuch der britischen Schriftstellerin Julia Donaldson, welches 1999 erschien und im selben Jahr auch noch in sämtlichen anderen Sprachen, unter anderem Deutsch, herauskam. Das Buch wurde zu einem weltweitem Bestseller und in Großbritannien gilt es sogar als moderner Kinderbuchklassiker. In der Aufführung im FEZ spielten und sprachen 4 Darsteller*innen mehrere Figuren und Gegenstände. Die Gruppe heißt Hans Wurst Nachfahren.

Aber jetzt weiter mit dem Stück: Die Story besteht aus zwei Teilen und zwar, dass eine kleine Maus durch den Wald spaziert und auf verschiedene Tiere trifft und dass die besagte Maus mit dem Grüffelo den gleichen Weg wieder zurück läuft.
Auf dem ersten Weg entgeht die Maus sämtlichen Tieren, die sie fressen wollen, indem sie ihnen erzählt, dass sie sich gleich mit dem Grüffelo trifft, von dem sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, dass er existiert. Jedem dieser Tiere beschreibt sie den Grüffelo als hässliches, behaartes Wesen mit einer giftigen Warze und dass er am liebsten das Tier isst, mit dem die Maus gerade spricht.
Im zweiten Teil taucht aus dem Hintergrund dann wirklich der Grüffelo auf und will die Maus auch essen. Aber so listig wie die Maus ist, sagt sie: „Alle Tiere im Wald fürchten sich vor mir.“ Daraufhin gehen sie zusammen durch den Wald und jedes Tier sieht nur den Grüffelo und rennt fürchtend weg, sodass der Grüffelo denkt, dass die Tiere wirklich vor der Maus Angst haben, aber in Wahrheit haben sie vor dem Grüffelo Angst. Am Ende lässt er die Maus am Leben.

Das Stück ist eine Kinderkomödie, die es auf jede Fall wert ist, sie zu sehen.

Aschenbrödel beim 20. Puppentheaterfest im FEZ-Berlin

Anlässlich des 20. Puppentheaterfests im FEZ-Berlin habe ich mir zusammen mit den anderen FEZbloggern das Puppenspiel „Aschenbrödel – nur echt mit drei Nüssen!“ angesehen.

Foto: Figurenkombinat

Foto: Figurenkombinat

Aschenbrödel ist wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Märchen, doch hier im FEZ-Berlin bekommt es einen ganz magischen Hauch! Denn es wird nicht ganz klassisch erzählt, sondern gespielt von einer Dame des Figurenkombinats, die in einem Waschsalon arbeitet. Um sich ihre Zeit zu vertreiben, erweckt sie die Kleider zum Leben und im Handumdrehen sind sie die Figuren Aschenbrödels.

Aschenbrödels Mutter verstarb und ihr Vater heiratete eine neue Frau. Diese war nun Aschenbrödels Stiefmutter. Eines Tages ging Aschenbrödels Vater fort und von dem Tag an lebte sie mit ihrer bösen Stiefmutter, die sie die ganze Arbeit verrichten ließ und der Stiefschwester zusammen. Aschenbrödel erfuhr vom Ball des Königshauses und wollte dorthin. Doch ihre Stiefmutter erlaubte es ihr nicht. Während ihre Stiefmutter und Stiefschwester für den Ball Kleider kauften, musste Aschenbrödel putzen. Durch den Zauberknopf, den Aschenbrödel auf dem Boden fand, bekam sie ein wunderschönes Kleid und ein Pferd, mit dem sie zum Ball reiten konnte. Neue Schuhe bekam sie jedoch nicht, dies störte ein junges Mädchen aus dem Publikum sie sagte: „Sie kann doch nicht in Gummistiefeln zum Ball gehen!“ Trotz Gummistiefel tanzte Aschenbrödel mit dem Prinzen. Als das Aschenbrödel wieder nach Hause musste, verlor sie ihren Gummistiefel. Doch aufgrund ihres besonderen Schuhs fand der Prinz das Aschenbrödel und ab diesem Tag verbrachten die beiden ihr Leben gemeinsam.

Ein sehr schön umgesetztes Puppenspiel!

Liebe Grüße aus dem FEZ
Anna

J.K. Rowlings magische Welt kehrt zurück

Wer fleißig auf Pottermore unterwegs ist, Zeitung liest oder einfach oft im Buchladen unterwegs ist, weiß, dass die magische Welt zurück ist. Nachdem J.K. Rowling mithilfe von John Tiffany und Jack Thorne das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ (Harry Potter and the cursed child) verfasste, gibt es das Skript nun überall zu kaufen und es wird auch so schon bald neue Bücher und Filme geben. Alles dazu und wo Ihr selbst zu Zauberern werden und nach Hogwarts gehen könnt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag!

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist ein Theaterstück, welches von Harry Potters Kindern handelt. Die Hauptfigur in dieser Geschichte ist besonders Albus Severus Potter (Sohn von Harry Potter und Ginny Weasley, benannt nach Albus Dumbledore und Severus Snape), er selbst will aber nichts mit dem Erbe seiner Familie am Hut haben, freundet sich sofort mit Malfoys Sohn Scorpius an und erlebt einige spannende Abenteuer. Es werden Dinge aufgelöst, die unglaublich scheinen und auch Voldemort ist wieder da… Es lohnt sich für alle, die nicht für das Theaterstück nach London reisen können, auf jeden Fall das Skript zu lesen! Ob es dazu sogar noch Filme geben wird, ist bisher unklar. Aber ich finde, dass es viel besser ist, sich in Ruhe das Buch durchzulesen und sich alles selbst vorzustellen.

Am 17. November kommt außerdem der Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in die deutschen Kinos. Der Film spielt 1926 in New York und es geht um den Magiezoologen Newt Scamander, der seltene magische Kreaturen in einem Koffer sammelt. Dann entkommen jedoch die magischen Wesen…

Außerdem gibt es drei E-Books zur Harry Potter-Welt. Aber Achtung: Harry Potter selbst kommt nicht vor. Die E-Books heißen „Short Stories from Hogwarts of Power, Political and Pesky Poltergeists“, „Hogwarts: An Incomplete and Unreliable Guide“ und „Short Stories from Hogwarts of Heroism, Hardship and Dangerous Hobbies“. Die E-Books sind auf jeden Fall zu empfehlen, da es keine neuen Harry Potter Geschichten sind, sondern ganz Hogwarts und alles, was in den Büchern nicht verraten wird, durchleuchten, wie zum Beispiel den Hufflepuffgemeinschaftsraum.

Ich hoffe dieser Artikel hat Euch geholfen und wenn Ihr mehr Informationen zu Harry Potter und alle News haben wollt, findet Ihr diese auf Pottermore, eine meiner Lieblingsinternetseiten. Allen Harry Potter-Fans kann ich auch nur empfehlen in den Winterferien (vom 28. Januar bis zum 5. Februar) im FEZ-Berlin vorbeizuschauen, denn dort wird Hogwarts lebendig. Seit 2001 könnt Ihr hier magische Wesen treffen und selbst zum Zauberer werden. Lernt hier zaubern und probiert über 30 Unterrichtsfächer aus! Mehr Informationen findet Ihr auf www.ferienfez.fez-berlin.de und auf www.derphoenixorden.de. Wer lieber das Zauberschloss schon vor den Winterferien in Aktion sehen will, kann auf dem YouTube-Channel des Zauberschloss‘ die letzten Zauberschlossjahre nachverfolgen.

Eure Kristin

Ein Verkehrsmittel voller Wunder – Die Geschichte der Eisenbahn

Am ersten Wochenende nach den Herbstferien ging es im FEZ mit dem nächsten Highlight weiter: Vom 4. bis zum 6. November fand die Modellbahnausstellung statt und damit gab es im FEZ-Berlin eine Veranstaltung rund um das Thema Eisenbahn. Grund genug für uns ein Blick auf die lange Geschichte dieses weltbewegenden Verkehrsmittels zu werfen. Wir erklären Euch den Weg von der ersten Minenbahn, über die Pferdestraßenbahnen bis zu modernen Hochgeschwindigkeitszügen.

Foto: Kevin

Foto: Kevin

Schon vor Jahrtausenden benutzen Menschen den Vorteil von Spurrillen. Kluge Menschen erkannten, dass Karren in solchen Spurrillen deutlich einfacher zu bewegen waren. Vor einigen Jahrhunderten entwickelten sich dann die ersten Schienen, die unter anderem für den Bergbau verwendet wurden.

Aber um schwerere Lasten noch schneller zu transportieren, musste eine Alternative her.  1769 wurde dann von James Watt die erste Dampfmaschine entwickelt, aber nicht für die Schienen, sondern für die Straße. Jedoch stellte sich heraus, dass das Gefährt als zu groß und zu unbeweglich war. Aber seine Idee wurde wieder aufgegriffen. Und zwar von Ingenieuren, die das Potential einer solchen Maschine für die Schienen erkannt haben. Trotz vieler Niederschläge gaben die Lokomotivbauer nicht auf, so dass 1825 die erste Eisenbahnstrecke der Welt fertiggestellt wurde. Sie führte von Liverpool nach Manchester (England). George Stephenson plante die Strecken und baute die ersten Lokomotiven, die hier verkehrten.

Am 7. Dezember 1835 war es auch in Deutschland soweit: Es fuhr erstmals eine Eisenbahn auf deutschem Boden. Die Strecke führte von Nürnberg nach Fürth. Die „Adler“ war die erste Lokomotive, die Passagiere auf dieser Strecke transportierte. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h war die Lokomotive noch weit entfernt von heutigen Zügen, aber sie übertraf die Postkutschen bei weitem.

Der Siegeszug der Eisenbahn war nun unaufhaltsam. Schon 50 Jahre später gab es die ersten Prototypen elektrischer Eisenbahnen und schon 1881 verkehrte die erste elektrische Straßenbahn auf einer Teststrecke in Berlin-Lichterfelde. Bald rasten auch die ersten Schnellzüge durch Deutschland mit Höchstgeschwindigkeiten von über 160 km/h. Die Züge wurden im Verlauf der Zeit immer schneller. Der TGV (Hochgeschwindigkeitszug in Frankreich) stellte vor wenigen Jahren mit fast  580 km/h einen Geschwindigkeitsrekord auf. Seit mehr als 100 Jahren verkehren auch Straßenbahnen und U-Bahnen in unserer Stadt.

Viele sind von der Welt der „großen“ Eisenbahn so fasziniert, dass sie ihre Begeisterung auch in kleinen Modellbahnen zum Ausdruck bringen. Im FEZ-Berlin gab es dieses Wochenende die Möglichkeit, kleine beschauliche Dampflokstrecken und Hochgeschwindigkeitsstrecken bei der 6. Internationalen Modellbahnausstellung zu bewundern. Für alle Eisenbahn-Fans war etwas dabei.

Euer David